Zurück aus Mainz
Erst jetzt zurück aus Mainz? Nein, antürlich nicht, aber leider erst jetz die Zeit zu bloggen.
Das LUKi e.V.-Treffen war echt spitze. Nicht nur das die anwesenden Linuxer supernett waren, auch der Ort stimmte einfach. Wir hatten uns in die Jugendherberge Mainz eingebucht und hatten einen kleinen Tagungsraum mit Internetanschluß.
Beim Anblick des Gepäcks meiner Mitstreiter musste ich unwillkürlich denken: "Endlich normale Leute". Da türmten sich Router, Netzwerkkabel, PDAs, Netbooks, Laptops und sogar Server und große Monitore in den Taschen und Kisten. Wenn ich so bepackt bei den Konventen oder SETh-Vollversammlungen ankomme gucken mich immer alle ganz komisch an, verstehe ich gar nicht... ;)
Nach einer Vorstellungsrunde am Freitag gab es erstmal ein wenig Zeit um sich etwas näher kennen zu lernen und das ein oder andere Computerproblem zu lösen.
Am Samstag gab es dann neben der recht kurzen Vereinssitzung (ja, mindestens der Rest des Wochenendes ist offen für alle Interessierten, also kommt nächstes Jahr auch!) zwei Vorträge, von dem mindestens einer sehr spannend war (den zweiten möchte ich ungern beurteilen, da ich ihn selbst gehalten habe(natürlich zur Offenen Bibel)). In dem Votrag ging es um ein Linuxsetup für kleine und mittlere Unternehmen (wie zum Beispiel Gemeinden). Das Spannende daran war die zentralisierung auf einen Server, der alle Computer im Netzwerk mit dem Betriebssystem versorgt und durch ausgeklügeltes Gruppenmanagement die gemeinsame Arbeit so einfach wie möglich macht. So hat zum Beispiel eine Gruppe "Gemeindebrief" ein eigenes Netzlaufwerk, auf das alle Mitglieder der Gruppe zugreifen können und zwei E-Mailadressen, die einerseits zum Austausch, andererseits als kleines Ticketsystem dienen. Dazu gibt es die Möglichkeit durch Virtualisierung auch Windows/DOS-Software über das Netzwerk zu betreiben. Ein echtes Spitzenkonzept! Wenn ich schon ein Gemeindebüro hätte, ich würde sofort umsteigen ;-) Weitere Infos: http://www.kmux.de (das Betriebssystem) und http://www.kamux.de (die Firma, die professionellen Support bietet).
Ein weiteres Thema war der Ökumenische Kirchentag 2010 in Bremen. Auch dort soll es wieder einen Stand auf der Agora/dem Markt der Möglichkeiten geben. Ein Vorbereitungstreffen ist natürlich auch schon in Planung.
Bleibt mir nur noch der Hinweis, dass der LUKi eine echt gute Sache ist, und alleine die Mitgliedschaft dem Verein schon weiter hilft. Die Mitgliedschaft ist nicht teuer (derzeit 10€ ermäßigt und 20€ normal jährlich) und die Treffen sind einfach toll. Wer möchte, kann sich natürlich auch erstmal ganz unverbindlich in die Mailingliste eintragen oder zum nächsten Treffen kommen (auch ohne Mitgliedschaft!).
Für die Offene Bibel bedeutete dieses Wochenende mal wieder ein bisschen mehr Bekanntheit und ein paar gute Tips zum Weitermachen:
- Werbematerial fertig kriegen!
- Flyer etwas umgestalten
- Merchandising (ich wurde schon wieder nach meinem Laptopaufkleber gefragt!)
- Pointiert auf die Anmerkung antworten können, dass "es doch eine verlässliche feststehende Bibelübersetzung geben sollte (und es auch schon gibt) und nicht eine sich ständig ändernde"
- auf jeden Fall darauf achten, dass nicht eine Gruppe bestimmter Richtung das Projekt übernimmt (schleichende Übernahmen sieht man nicht direkt)
- nicht entmutigen lassen
Dann noch ein Wort zur Vereinsgründung: Auch im LUKi ist man der Meinung, dass unsere Ziele eine eigene Komponente haben, die schwierig im LUKi integrierbar wäre (zumal das eine Satzungsänderung nach sich ziehen müsste und die Verhandlungen vermutlich schwieriger wären als einen eigenen Verein zu gründen). Allerdings sei angemerkt, dass schon einige ihr Interesse an einer Mitgliedschaft am kommenden Offene Bibel e.V. bekundet haben.
Zum Guten Schluß möchte ich Rainer noch einmal gute Besserung wünschen, der leider nicht beim Treffen in Mainz dabei sein konnte. Ich hoffe trotzdem, dass wir uns irgendwann einmal persönlich treffen!!
